Porträt

                                                                 
                                                          



         

                                                           Bernhard Schulz 85 Jahre

Am 3. Mai 2015 feierte Bernhard Schulz aus Eisenhüttenstadt seinen 85. Geburtstag. Das ist ein guter Grund, sich bei diesem
bescheidenen, ruhigen
Züchter für seinen jahrzehntelangen Einsatz für unser Hobby zu bedanken.
Als er vor 85 Jahren in dem Haus, in dem er noch heute lebt, geboren wurde, züchtete sein Großvater schon Luchstauben, für
die er sich interessierte. 1968 schaffte er sich Strasser an, die ihm bei einem Bekannten in der Nachbarschaft gefallen hatten
und wurde Mitglied im KTZV Fürstenberg, dem Verein seines Großvaters.
Die anstrengende Nachtarbeit als Bäcker ließ nicht viel Zeit für eine intensive Zucht. Das änderte sich, als er 1971 seinen
Beruf wechselte und im Stahlwerk Eisenhüttenstadt zu arbeiten begann. Von Hans Herm, einem bekanntem Zuchtrichter und
Strasser Züchter in der damaligen Zeit, bekam er gute Zuchttiere und wurde gleich als Mitglied für die SZG der Strasser Züchter
geworben.
Auf der LIPSIA 1972 gefielen ihm die seltenen Schlesischen Mohrenköpfe und er erwarb diese, um auch etwas zum Fliegen zu
haben. Mit beiden Rassen, die man noch heute in hoher Qualität bei ihm bewundern kann, baute er sich schnell sehr erfolgreiche
Zuchten auf. Schon 1974 errang er den ersten Siegertitel auf der LIPSIA mit seinen Mohrenköpfen, was er noch drei Mal
wiederholen konnte. Auch mit den Strassern bekam er viele hohe Noten und hatte mehrmals  Klassensieger auf der HSS.  
Ab 1979 war er mit ihnen als „Anerkannte Zucht“ registriert. Dieser Titel hatte einen hohen Stellenwert unter den Züchtern in der
DDR und ist nur bedingt mit dem heutigen Zuchtbuch vergleichbar, wo Bernhard Schulz immer noch aktiv ist.
Im vereinten Deutschland ging diese Erfolgsgeschichte weiter. 3-mal wurde er mit seinen Schlesischen Mohrenköpfen Deutscher
Meister und 2014 Bundessieger. Auf der Nationalen in Leipzig konnte jedes seiner 6 Tiere mit einem Preis hervorgehoben werden.
V 97 SB ging auf einen 1,0 jung und HV 96 LVEPL auf eine 0,1 jung. Auf der LVS Berlin-Brandenburg in Paaren-Glien wurde er
dazu noch Landesmeister und ein 1,0 alt errang V 97 LVS.
Bernhard Schulz ist aber nicht der Einzelkämpfer, der nur allein auf seinen Taubenschlägen wirkt. Er arbeitet aktiv in seinen
Vereinen mit. In seinem Heimatverein ist er schon seit Jahrzehnten im Vorstand tätig. Erst als Zuchtwart und nun schon fast
20 Jahre als Schriftführer. Schriftführer war er auch im KV von 1974 bis 2013. Im SV Schlesische Mohrenköpfe von 1991 war
er Gründungsmitglied und lange Kassierer.  
Auch deshalb ist er Träger aller Ehrennadeln. Die BDRG-Ehrennadel in Gold wurde ihm schon 1992 verliehen und mit der
VDT-Ehrennadel in Gold wurde er vom SV der Strassertaubenzüchter 2003 ausgezeichnet. 2015 wurde er für seine Verdienste
zum Meister der Rassegeflügelzucht des LV Berlin-Brandenburg ernannt.
Erfreulicher Weise gestattet ihm seine Gesundheit auch jetzt im höheren Alter immer noch eine aktive Teilnahme an den
Ausstellungen. So war er mit seinen Tauben im vorigen Jahr in Leipzig, zur LVS in Paaren-Glien und auf der VS des NL RTV
vertreten. Überall hatte er große Erfolge und gehörte als Ersatzmann zur siegreichen Mannschaft, die den 3. Platz in der
VDT Vereinsmeisterschaft in der Kategorie III erkämpfte. 


Lieber Bernhard, wir danken Dir für die vielen Jahre Deiner Mitarbeit und wünschen Dir, dass Du noch lange fit und gesund
bleibst und Deine Zuchten in unserer Mitte betreiben kannst.


Die Mitglieder des Niederlausitzer Rassetaubenvereins